Die Ideen des Hauses

…spiegeln sich in den verschiedenen Projekten und Abteilungen des Hauses wieder.

Das Welthaus

Sie sind nicht von oben gesetzt, sondern folgen den gesellschaftliche Diskursen im Bereich des Globalen Lernens und der nachhaltigen Entwicklung. Diese Diskurse werden von deutschen und internationalen Nicht-Regierungsorganisationen und vielen kleinen Initiativen geführt. Das aktuelle Stichwort ist das „Lernen für den Wandel“. Dabei setzen wir auf den Charakter der Lernwerkstätten. Alles was wir an Bildungsinhalten vermitteln, soll zumindest ansatzweise auch in Praxis umgesetzt werde, darum nennt sich das Tagungshaus auch Eine-Welt-Werkstatt.

Unser Motto deswegen: „Bildung & Aktion = Veränderung“.

Die globalen, sozialen und ökologischen Herausforderungen und die nötige Veränderungen, die Transformation schreiben der Bildung eine wichtige Rolle zu.

Dazu kommen Ansätze aus der sozialen Arbeit und der kreativer Kulturarbeit, die die Herzen der Menschen eher erreichen als politische Deklarationen.

Wenngleich uns diese als Orientierung wichtig sind, wie das Beispiel der Agenda 21 und die aktuellen SDGs der  UN zeigen.

Politische Vision mit kreativer Kultur- und Bildungsarbeit zu verbinden, das ist eine Kunst, die uns hoffentlich oft gelingt.

 

Das Leitbild des Welthaus Barnstorf

Der Verein zur Förderung ganzheitlicher Bildung, kurz VGB e. V. arbeitet seit dem 09. Juli 1982 und seit 1984 in Barnstorf in der Bahnhofstraße 16.

Er ist Rechtsträger des WELTHAUSES BARNSTORF und aller Abteilungen des Hauses.

Das Profil des VGB e. V. ist geprägt durch praktische Kultur- und Sozialarbeit, die Bildungsarbeit, besonders, Umweltarbeit und die Eine-Welt-Arbeit. Hintergrund ist die in den 70er Jahren gegründete Ökumenische Initiative Eine-Welt-Welt (Öl), die diese Bereiche gedanklich verbindet und praktisch werden lässt. Heute ist dieser Ansatz als Bildung für nachhaltige Entwicklung bekannt (BNE).

Welthaus Eingang

Seit Beginn seiner Arbeit verfolgt er diese Stränge:

  • Das Globale Lernen und den globalen Dialog mit Gruppen in Ländern des Südens (Tansania, Kongo, Ghana, Südafrika…)
  • Bildungsarbeit zu Migration und Flucht
  • Die Integrations-, Inklusions- und Migrationsarbeit im gesamten Landkreis Diepholz (mit Beratungsstellen in Syke, Sulingen und Diepholz) über            PRO ASYL im Landkreis Diepholz
  • Die Angebote vom Dialog mit dem Islam und den Muslimen vor Ort
  • Den Betrieb von Treffpunkten wie das CAFÉ INTERNATIONAL in Barnstorf und Diepholz
  • Die Stärkung von Kindern und Jugendlichen in Projekten mit Begegnungscharakter in Syke (INTAKT)
  • Die Kinderkultur- und Kinderrechtsarbeit mit dem Kinder- und Jugendzirkus Barbarella (Auszeichnung Paulskirche Frankfurt für Arbeit und Familie)
  • Die internationale Begegnungsarbeit mit dem Zirkus und Gruppen aus afrikanischen Ländern
  • Das Angebot an Schulen, Workshops zu afrikanischer Kultur und Lebensform zu machen über Fairen Handel und Klimawandel zu informieren und Aktionen anzuregen
  • Die Arbeit im lokalen Bündnis für Familien und anderen Netzwerken als lokale Bildungslandschaft
  • Das Angebot von interkulturellen Sprachcamps „Deutsch“ für Kinder und Jugendliche
  • Die Arbeit der von den Eltern selbst organisierten Kindertagesstätte „Die Kleinen Strolche“
  • Der Betrieb des Gästehauses Eine-Welt-Werkstatt in Barnstorf, besonders für Kurse aus dem Bereich der Freiwilligenarbeit
  • Die Impulsgebung und Stärkung der Arbeit der Schulen in der Region als „Außerschulischer Lernort für BNE/Globales Lernen

Stand 2018

 

Entwicklung in Süd und Nord – Die SDG’s

Die 17 SDG’s (social development goals) der UN finden sich in der Arbeit des Welthauses an vielen Stellen wieder. Sie bringen die Bemühungen für eine gerechte Entwicklung in Süd und Nord auf den Punkt.

SDGs

SDGs Download

 

Impulse durch Oscar Romero

Das Haus fühlt sich der Geschichte Oscar Romeros verpflichtet und bekommt aus ihr viele Impulse.

Das Haus in der Bahnhofstr. 16 war für Barnstorf seit seiner Eröffnung als Hotel Köhler um 1900 immer ein Stück „Tor zur Welt“.

Es beherbergte die „Fremden“, die in den Flecken kamen, um Handel zu treiben.

Am 03.04.1981 kaufte eine Handvoll junger – christlich motivierter und politisch engagierter – Menschen aus Münster das Haus mit dem Ziel, „einiges im Bewegung zu setzen“.

Viele Impulse kamen aus diesem Haus und es war und ist ein wichtiger Vernetzungspunkt.

Die Themen gingen vor der Friedensarbeit über die Anti-AKW-Bewegung, von der Flüchtlingsarbeit bis zu internationalen Solidaritäts- und Austauschprojekten, besonders mit afrikanischen Ländern.

Viele Initiativen finden hier Raum:
die Eine-Welt-Bildungsarbeit
die Flüchtlings- und Migrationsarbeit von PRO ASYL im Landkreis Diepholz
die selbstorganisierte Eltern-Kind-Arbeit
die (inter-)kulturelle Arbeit des Zirkus Barbarella

 

Das Welthaus

In der Bahnhofstr. 16 in Barnstorf

Vorbild war seit Beginn der Bischof Oscar Romero in El Salvator.
Nach ihm nennen wir die Straße Oscar-Romero-Straße.
Er setzte sich für soziale Gerechtigkeit und politische Reformen ein.
Oscar Romero gilt als wichtiger Vertreter der Befreiungstheologie
Er wurde 1980 von den Militärs ermordet.
Er lebte weiter im unseren Herzen und denen der Menschen in Lateinamerika.

 

Professionalisiert und verstetigt wird die Arbeit durch die Geschäftsstelle des VNB (Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen e. V.) im Hause. Der VNB arbeitet als landesweiter Träger der Erwachsenen- und Jugendbildung, als Anreger, Ideenschmiede und Förderer.

Seit den 90er Jahren nennt sich das Haus „Welthaus Barnstorf“. Das betont den globalen Aspekt und den Dialog mit Bewegern an der Basis in Süd und Nord, Ost und West, die eine gerechte und umweltverträgliche Welt anstreben.

Diese Arbeit ist ein Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung von Ort und Region.

Oscar Romero